Editorial: Zwei Welten | c’t Magazin


Das war ein harter Juni: Schlag auf Schlag ging es zu den beiden wichtigsten IT-Messen der Welterst auf die Computex nach Taipei, dann zur neuen Cebit in Hannover. Der Kontrast könnte größer nicht sein. Die Computex faszinierte mit Hardware-Highlights: Intel, AMD, nVidia, Asus, Gigabyte, Acer, Zotac, Delta, FSP und viele andere hatten Neues vorzustellen (siehe Seite 16). Die fünf Messetage reichten kaum, um alle Exponate angemessen zu begutachtenzumal es im Rahmen der Computex auch noch die Start-up-Ausstellung Innovex zu besuchen galt. Sie rückt, wenn 2019 die zweite große Messehalle in Nangang fertig ist, mehr ins Zentrum. Mehr Platz tut der Computex insgesamt gut, denn auf der Messe wuselt es schon jetzt gewaltig.

Nach dem Gedränge auf der Computex gings dann zur neuen Cebit. Dort begrüßte mich zunächst viel ungenutzte Freifläche. Im neuen Zentrum der Show herrschte Rummelplatz-Atmosphäre, mit Riesenrad, Wasserspielen und weiteren Jahrmarkt-Attraktionen. In den angrenzenden Hallen konnte man ganz unbedrängt flanieren. Wer mochte, hatte Gelegenheit zum Drohnenfliegen, betreuten Driften im E-Auto oder für einen Blick durch eine VR-Brilletoll!

Es gab auch Hallen mit mehr geschäftlichem Charakter. Doch auch dort war esmal abgesehen von den ganz gut besuchten Vortragsbühnenziemlich leer. Geradezu verloren kam man sich in der Halle 11 vor: In kleinen Verschlägen lauerten dort vornehmlich asiatische Anbieter auf Kundschaft. Doch die schien sich lieber draußen beim Riesenrad und den Food-Trucks zu tummeln.

Zwei WeltenComputex und Cebit. Ich bin sehr gespannt, wie sich die beiden weiterentwickeln. Noch ist die Cebit nach Besuchern und Ausstellern die größere Messe. Doch ist sie deshalb auch die bedeutendere?

Georg SchnurerGeorg Schnurer



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