Mercedes: Weitere Modelle unter Betrugsverdacht


Kurzmeldungen

Die Vorwürfe gegen den Autobauer Daimler in der Diesel-Affäre weiten sich aus. Dem Unternehmen droht der Rückruf hunderttausender weiterer Autos. Es gehe um mehr als 600.000 Fahrzeuge unter anderem der Baureihen C und G, berichtete der Spiegel am Freitag (25. Mai 2018). Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)

Mercedes OM 626

Der betreffende Motor wurde bis vor kurzem auch in der C-Klasse verbaut.

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Bild: Pillau


gehe einem konkreten Verdacht nach, dass auch bei diesen Fahrzeugen unzulässige Abschalteinrichtungen die Wirkung des Abgassystems manipulierten.

Aktuell gebe es bereits Prüfungen an den betreffenden Autos. Die Modelle haben dem Bericht zufolge einen vergleichbaren Motor wie der Mercedes Vito mit 1,6-Liter-Motor und Schadstoffklasse Euro 6, für den das KBA einen Rückruf angeordnet hat. Im Vito wird die Maschine intern OM 622 genannt, in der C-Klasse OM 626. Dort wurde sie bis vor kurzem im C180d und im C200d mit Schaltgetriebe eingebaut. Die Maschine stammt ursprünglich von Renault, wurde von Mercedes im Detail aber überarbeitet.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wolle Daimler-Chef Dieter Zetsche am Montag (28. Mai 2018) ins Ministerium einbestellen, berichtete das Magazin weiter. Er habe „das Kraftfahrt-Bundesamt angewiesen, weiteren Verdachtsfällen bei Mercedes unverzüglich nachzugehen“.

Daimler betonte, dass dem Unternehmen zu den zusätzlich genannten Fahrzeugen keine amtliche Anhörung vorliege, die einem Bescheid vom KBA vorausgehen müsste. Man kooperiere vollumfänglich mit den Behörden, äußere sich aber nicht zu Spekulationen. Der Konzern hat Widerspruch gegen den Rückrufbescheid angekündigt. Daimler steht im Abgasskandal seit Jahren unter Druck. Es gibt Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen den Konzern und auch ein Verfahren in den USA.



(dpa) /

(mfz)

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