Übernahmeplan von Knorr Bremse belastet Haldex


Kurzmeldungen

Der Streit zwischen dem Münchener Bremsenhersteller Knorr-Bremse und dem von ihm umworbenen Nutzfahrzeug-Zulieferer Haldex belastet nach Aussage der Schweden zunehmend das Geschäft. Die Unsicherheit über die künftige Eigentümerstruktur erschwere den Abschluss langfristiger Kundenverträge, teilte Haldex heute mit. Eine Verlängerung des Übernahmeprozesses um nur ein paar Monate werde



Haldex liefert unter anderem diese Scheibenbremssättel für Lkw-Druckluftbremsen.
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Bild: Haldex



daher Haldex‘ Wachstumschancen für die kommenden Jahre verschlechtern.

Knorr-Bremse versucht seit über einem Jahr, Haldex zu übernehmen. Die Münchner bieten umgerechnet rund 583 Millionen Euro. Haldex wehrt sich allerdings. Ende Juni dieses Jahres zog das Management seine Unterstützung für das Angebot zurück und verwies dabei auf die aus ihrer Sicht geringe Chance auf eine Genehmigung der Wettbewerbshüter.

Die Unsicherheit hat laut Haldex inzwischen auch in der Bilanz Spuren hinterlassen. Von der Markterholung in den USA habe Haldex im zweiten Quartal nur bedingt profitieren können. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 1,18 Milliarden schwedische Kronen (124 Mio Euro). Währungsbereinigt ergab sich aber ein Rückgang von zwei Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis nahm von 87 auf 78 Millionen Kronen ab und die bereinigte Marge sank von 7,6 auf 6,6 Prozent. Wegen der von der geplanten Übernahme verursachten Kosten werde die Marge im Gesamtjahr leicht unter Vorjahresniveau liegen, hieß es. Unter dem Strich schmolz der Gewinn von 62 auf 10 Millionen Kronen zusammen.



(dpa) /

(fpi)

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