Vorstellung: Mercedes C-Klasse Facelift 2018


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Martin Franz

Als die alte C-Klasse 2011 überarbeitet wurde, griff Mercedes tief in die Tasche. Ein stark veränderte Front und vor allem ein gründlich renovierter Innenraum machte den Unterschied zwischen alt und neu überdeutlich. Mercedes musste reagieren, denn die Kritik am eher einfach ausgekleideten Interieur wollte nicht verstummen. Bei der aktuellen Generation liegen die Dinge etwas anders. Dementsprechend knapp fällt die Überarbeitung nach vier Jahren aus.

Lichterweiterung

Spötter würden sagen, dass Mercedes das aufgefrischte Modell problemlos ohne Tarnung im öffentlichen Straßenverkehr getestet haben könnte. Nur wer genau hinsieht und weiß, worauf er achten muss, wird die minimal veränderten Schürzen, Rückleuchten und den neuen Kühlergrill erkennen. Dass mag den einen oder anderen vielleicht etwas enttäuschen, doch die C-Klasse war aus meiner Sicht nach vier Jahren im Handel auch nicht stark renovierungsbedürftig. Serienmäßig bleibt Mercedes bei Halogenscheinwerfern, gegen Aufpreis gibt es wie bisher LED-Scheinwerfer mit und ohne Matrix-Funktion. Das teure System bietet nun auch Kreuzungs-, Kreisverkehr-, City- und Schlechtwetterlicht.

Im Innenraum werden die Neuerungen etwas deutlicher, allerdings nur, sofern der Kunde kräftig zugezahlt hat. Das teure Navigationssystem hat nun einen Bildschirm mit einer Auflösung von 1920 x 720 Pixeln bei einer Diagonale von 10,25 Zoll. Die serienmäßige Radioanlage und das kleine, etwas weniger überteuerte Navi bekommen ein Sieben-Zoll-Display, die größere Ausführung gibt es für die beiden gegen Aufpreis. Bei der Bedienung bleibt aber alles wie gehabt: Das System kann über eine erweiterte Sprachsteuerung, Controller in der Mitte mit Touchpad – nun mit Rückmeldung – und Lenkradtasten bedient werden. Die Lenkradtasten mit Touchfeld sind schon aus größeren Modellen wie der E-Klasse bekannt. Dort haben sie uns nicht restlos überzeugt. Ein Touchscreen, wie in der nächsten A-Klasse angekündigt, kommt nicht in diese C-Klasse.

Ohne weitere Zuzahlung bleibt es auch beim Kombiinstrument bei der bisherigen Anordnung, bestehend aus zwei Rundinstrumenten in Tuben und einem Display in der Mitte. Nur wer zusätzliches Geld ausgibt, kann nun auch hier einen Bildschirm bekommen, auf dem dann Tacho und Drehzahlmesser zu sehen sind.

Vernetzt

Weiter voran getrieben hat Mercedes die Vernetzung von Kamera, Assistenz und Navigation. Schon bisher war es so, dass bei einem nur zu einer bestimmten Uhrzeit gültigen Tempolimit dieses nur angezeigt wurde, wenn es zu dieser Zeit eben gilt. Mercedes hat nun eigenen Angaben zufolge die Kamera verbessert. Außerdem kann der Abstandstempomat nun auf Kartendaten zurückgreifen und die Geschwindigkeit beispielsweise vor Kurven und Kreuzungen reduzieren. Neu ist unter anderem eine aktiver Spurwechselassistent und eine kabellose Ladefunktion für Handys.

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